Das richtige Bewerbungs-Wording

Sich zu bewerben heißt eigentlich nichts anderes, als seine Person als einen unverzichtbaren Bestandteil für das (Traum-)Unternehmen zu verkaufen. Man muss dem zukünftigen Chef*der zukünftigen Chefin klar machen, dass man für die Firma unverzichtbar ist. Wie erreicht man das? Durch stichhaltige Argumente, die sich als Bestandteile im Motivationsschreiben, im Lebenslauf und im Bewerbungsgespräch finden. Darauf kommt es in erster Linie bei guten Bewerbungen an. Im Folgenden wirst du aber dennoch lernen, wie du der ganzen Sache noch den letzten Feinschliff verpasst und für das eventuell entscheidende i-Tüpfelchen sorgst. Du wirst wirklich sehr simpel anzuwendende Tipps mit an die Hand bekommen, wie du auch sprachlich deinen Wert für die Arbeitswelt markieren kannst.

Das richtige Bewerbungs-Wording

Wie du durch clever gewählte Formulierungen beim Anschreiben und im Vorstellungsgespräch punkten kannst.


Nützliche Phrasen und Begriffe

Hier macht es keinen Unterschied, ob du das Vorstellungsgespräch oder die schriftliche Bewerbung aufpeppen möchtest. Nütze die folgenden Elemente und unterstreiche dadurch deine Aussagen:

Die direkte Ansprache
Der erste Tipp ist zugleich ein immens wichtiger und ein oftmals weit unterschätzter. Sprich die adressierte Person mehrmals direkt an. Hier kommt es weniger darauf an, was du sagen möchtest als vielmehr für wen du sprichst bzw. schreibst. Durch ein oftmaliges direktes Ansprechen des Lesers*der Leserin bzw. deines Gegenübers im Gespräch machst du klar, dass du in seinem*ihrem Interesse agierst und nicht bloß auf deine Sichtweise eingehst. Als Faustregel kannst du annehmen, dass du dich zumindest einmal mehr auf die andere Person beziehen solltest als auf dich selbst. D.h. mindestens einmal mehr ein „Sie“ als ein „Ich“.

Deinen Nutzen anstelle deiner Wünsche kommunizieren
Dieser Punkt soll unter anderen dazu dienen, mit einer Illusion vieler Bewerber*Bewerberinnen ein für alle Mal aufzuräumen: Niemanden, der im Unternehmen deine Bewerbung durchlesen wird, kümmert es, was du möchtest! Hart aber wahr. Für deine*n Arbeitgeber*in geht es in erster Linie um den Nutzen, den du für das Unternehmen mitbringst. Da kannst du noch so sehr betonen, wie großartig dieses Praktikum für dich wäre oder wie sehr du dich über eine Festanstellung im Betrieb XY freuen würdest. Klüger wäre es stattdessen die wenigen Zeilen, die dir zur Verfügung stehen, mit Fakten und Gründen zu füllen, warum gerade du dem Unternehmen einen „Mehrwert“, „Nutzen“, „Vorteil“, etc. verschaffen kannst.

Betone das Wesentliche
Sowohl für das Anschreiben als auch für ein persönliches Vorstellungsgespräch empfiehlt es sich strukturiert vorzugehen. Damit ist gemeint, dass man seine Argumente gut vorbereitet und bewusst einsetzen soll. Unterteile dazu dein Anschreiben in Absätze, wobei du in jedem auf einen Vorteil, der dich als potenzielle*r, neue*r Mitarbeiter*in auszeichnet, eingehst. Diese wenigen Punkte sollten die Essenz deiner Stärken widerspiegeln. Vor allem im Bewerbungsschreiben solltest du dich auf das Wesentliche beschränken. Beispielsweise könntest du als ersten Punkt „Fachliche Qualifikation“, als zweiten „soziale Kompetenz“ und als dritten „Erfahrungsreichtum“ nennen und auf diese dann näher eingehen. Diese Bereiche sind so gut wie nie verkehrt anzugeben, da sie grob genommen, die meisten Anforderungen von Unternehmen an ihr Personal abdecken.


Unvorteilhafte Formulierungen und was du stattdessen verwenden kannst

  • Willst du von Strapazen aus deiner Vergangenheit berichten, weil du meinst, etwa aufgrund des Lernfaktors, dadurch attraktiver als Mitarbeiter*in geworden zu sein, dann verwende statt Begriffen wie „Schwierigkeiten“ und „Problemen“ den optimistischeren Ausdruck „Herausforderung“.
  • Statt „müssen“ wirkt es wesentlich besser „wollen“ zu verwenden. Dadurch befeuerst du dein Image als proaktiven, selbstbestimmten Menschen.
  • Wenn möglich, dann solltest du unbedingt (Kenn-)Zahlen erwähnen, statt deine Tätigkeit bloß zu beschreiben. Verkaufsabschlüsse, Beschäftigungsjahre, Geführte Mitarbeiter*innen, Budget-Verantwortung, Kundenstock, usw. sind Gold wert.
  • Willst du auf wichtige Abschnitte deines Lebenslaufs eingehen, etwa deine Ausbildung, bisherige berufliche Tätigkeiten oder Kompetenzen, dann scheu dich nicht davor dich fachlich auszudrücken, indem du einzelne Vorlesungen, Projekte, Computerprogramme, Maschinen, Fahrzeuge, Werkzeuge, Abteilungen, etc. beim Namen nennst.

DIE MACHT DES WORTES NUTZEN

Deine Ausdrucksweise ist deshalb so wichtig, weil sie darüber entscheidet, wie überzeugend du dich präsentieren kannst. Wir sind uns über uns selbst oftmals so sehr im Klaren, dass wir vergessen, dass unser Gegenüber bzw. der*die Leser*in keine Ahnung hat, wer wir eigentlich sind und was uns ausmacht. Hier müssen wir einerseits entscheiden, welche Infos über uns schnell Anklang finden und andererseits, wie wir diese so platzieren und ausdrücken, dass unser Gegenüber diese auch zu schätzen weiß.

Blogbeitrag von Dominik Haintz

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