Small Talk – Tipps für ein gelungenes Gespräch

Small Talk ist das beim Friseur sitzen und über belangloses, wie das Wetter oder den neuen Klatsch und Tratsch aus der Promiwelt zu reden. Small Talk ist aber auch in einer Gruppe von dir fremden Menschen mit jemanden ins Gespräch zu kommen und dieses halten zu können. Auch im Bewerbungsgespräch kommt Small Talk vor, wenn du zum Beispiel den Raum betrittst und keine unangenehme Stille herrschen soll. Wie du an den Situationen erkennen kannst, ist die Fähigkeiten, guten Small Talk führen zu können, immer von Vorteil. Wer gut belanglos „quatschen“ kann, der knüpft mehr Kontakte und wirkt selbstbewusster auf Personen im Umfeld. Wie der „perfekte“ Small-Talk aufgebaut ist und was du alles beachten sollst und darfst, erfährst du in diesem Blog – denn auch Small Talk will gelernt sein!

Small Talk – Tipps für ein gelungenes Gespräch

Was dich in diesem Beitrag erwartet:

In diesem Blogbeitrag findest du einen Leitfaden für Small Talks, darauf folgen konkrete Beispiele – also wie du nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch ein Gespräch aufnehmen, halten und beenden kannst. Außerdem wird dir erklärt, welche Themen du gerne ansprechen kannst, ohne in ein Fettnäpfchen zu treten, während andere dich bestimmt in dieses treten lassen. Außerdem wird im Blog auch auf die Bewerbungssituation eingegangen und wie du Small Talk in dieser einsetzten kannst.

Wie schon gesagt, kommen die wenigsten mit einer Art „Gabe“, Small Talk zu führen, auf die Welt – viel eher ist es Übung! Im letzten Teil des Blogs noch einmal die wichtigsten Punkte wiederholt, damit bei deinen Small Talks auch ja nichts schief gehen kann. Viel Spaß beim Lesen und Lernen.


Warum soll man Small Talk können?

Wie anfangs schon erwähnt scheint Small Talk für viele nicht wirklich von Belangen – aber wer ihn beherrscht wird erkennen, dass es dadurch viel leichter ist, mit Personen ins Gespräch zu kommen, dieses zu halten und somit Kontakte zu knüpfen. Dadurch erweiterst du nicht nur dein soziales Netzwerk, auch wirst du als selbstbewusst wahrgenommen, wenn du gut kommunizieren kannst. Gerade in der Bewerbungssituation ein Vorteil!


Aufbau – so beginnst und beendest du den Small Talk

Bevor du überhaupt einen Small Talk beginnst, solltest du daran denken zu lächeln und somit eine positive Ausstrahlung zu haben! Mit einer offenen Körperhaltung signalisierst du deinem Gegenüber, dass du gerne plaudern würdest.

Beginn den Small Talk mit dem Sagen deines Namens und je nachdem in welchem Setting du dich befindest kannst du über dieses sprechen. Bist du beruflich unterwegs kannst du noch erwähnen, welchen Beruf du ausübst oder warum du auf dieser Konferenz/Besprechung etc. bist. Bei einer Party kann man fragen, wie dein Gegenüber den/die Gastgeber*in kennt. Halte das Gespräch positiv und beginne nicht damit, dass deine Anreise z.B. sehr nervig war oder mit irgendwelchen Gerüchten über Kollegen*innen.

Während dem Gespräch ist besonders Interesse und Respekt gefragt – wenn du deinem*deiner Gesprächspartner*in dies vermitteln (Körperhaltung!) kannst wird er*sie sich gleich viel wohler fühlen und gerne mit dir tratschen. Auch das Stellen von Fragen stellt einen wichtigen Punkt im Gespräch dar – Menschen reden gerne über sich selbst – also gib deinem Gegenüber die Möglichkeit dies zu tun.

WOW – du hast es geschafft ein Gespräch zu beginnen – auch nicht immer leicht, da es oft Überwindung kostet. Jetzt geht es aber darum, dein soeben begonnenes Gespräch auch am Laufen zu halten.

Auch jetzt solltest du deine Körpersprache nicht vergessen – ein Lächeln lockert das Gespräch gleich auf, auch solltest du darauf achten nicht zu nuscheln. Wenn du findest, dass dein*e Gesprächspartner*in etwas Interessantes erzählt oder etwas Bewundernswertes gemacht hat, dann sprich dieses Kompliment gerne aus. Denke auch daran, dass du Abstand zum anderen (zur anderen) einhältst – zu viel Nähe kann schnell aufdringlich und unangenehm wirken.

Um das Gespräch aber am Laufen zu halten sind auch wieder Fragen von Vorteil. Welche Themen du dabei ohne in ein Fettnäpfchen zu treten wählen kannst, wird dir im nächsten Abschnitt erklärt.

Zuvor sollte aber noch geklärt werden, wie du dein Gespräch beenden kannst. Meist merkst du während einer Unterhaltung schnell, ob diese tiefgründiger wird oder oberflächlich bleibt. Willst du das Gespräch nun beenden, so mache dies z.B. mit einer Entschuldigung oder indem du deinem Gegenüber jemanden anderen vorstellst.


Themen für einen gelungenen Small-Talk

- wie dein Gespräch in der Praxis aussehen könnte

Im vorherigen Abschnitt hast du theoretisch gelernt, wie du einen Small Talk aufbaust und schließlich beendest. In diesem Abschnitt sollst du nun praktische Tipps, Fragen & Themen bekommen, damit dein Small Talk gut läuft!

Welche Fragen und Themen sind es nun, welche für ein angenehmes Gespräch von Vorteil sind?

Kurze Wiederholung – Themen/Fragen für den Anfang:

  • Was machen Sie beruflich?
  • Wollen Sie auch etwas zu trinken?
  • Hmhmm, Ihr Essen/Snack sieht sehr lecker aus – wo kann ich denn so etwas bekommen?
  • Woher kennen Sie den/die Gastgeber*in?
  • Wie war Ihr/dein Wochenende?
  • Wie hat Ihnen der Vortrag gefallen? (Was hat Ihnen am Vortrag besonders gut gefallen?)

Bei Fragen zu Beginn ist es vor allem wichtig, dass die Person nicht nur mit einem Wort antworten kann – ist dies der Fall, so könnte es sein, dass das Gespräch schon wieder vorbei ist, bevor es richtig begonnen hat.

Du hast die erste Phase überstanden? – sehr gut! Jetzt solltest du aber besonders auf die Themenauswahl achten, damit du das Gespräch nicht im Keim erstickst. Themen wie Politik, sexuelle Themen oder Ehe, modische Sünden, Geld und Wohlstand sind Tabu – kurz und knackig lässt sich wohl sagen, dass gerade Themen, welche polarisieren und bei welchen jeder eine andere Meinung haben könnte, eher vermieden werden sollten. Jetzt denkst du dir – ABER über WAS soll ich dann reden?

Hobbies, vergangene Reisen und Städte generell, Musikgeschmack, Filme – Themen, welche wenig polarisierend sind. Auch hier gilt zu beachten, dass es offenen Fragen sind – damit ist gemeint, dass dein Gegenüber nicht mit ja/nein antworten kann, sondern zumindest einen Satz zum Beantworten der Frage braucht. Beispiele wären hierfür:

  1. Haben Sie schon einen Urlaub für den Sommer/Winter (oder andere Feiertage geplant)?
  2. Ist Ihr Job recht zeitintensiv, oder können Sie daneben auch noch ein größeres Hobby ausüben?
  3. Haben Sie schon den neuen Film „xy“ gesehen? Und so weiter

Wenn jemand dennoch einsilbig antwortet, kannst du nochmals nachhacken – sollten die Antworten aber nicht länger werden, hat die Person wahrscheinlich kein Interesse an einem Gespräch.

Wie vorhin schon erwähnt sind Fragen während eines Gesprächs immer wichtig – scheue dich auch nicht davor Fragen zu stellen – allerdings solltest du versuchen, dass die Unterhaltung nicht wie ein Interview abläuft. Damit ist gemeint, dass nur von deiner Seite Fragen kommen, welche vom Gegenüber nur beantwortet werden. Kommen keine Fragen an dich zurück, könnte dies auch ein Zeichen dafür sein, dass dein*e Gesprächspartner*in kein Interesse hat.

Je nachdem wie das Gespräch sich entwickelt, wird es entweder tiefgründiger oder bleibt an der Oberfläche. Wenn du merkst, dass du die Unterhaltung gerne beenden würdest, dann gibt es – wie weiter oben bereits angeführt – mehrere Möglichkeiten.

  1. Entschuldigen Sie, aber ich würde mir gerne etwas zu trinken holen. ODER Entschuldigung, ich habe noch einen Termin und muss daher gehen.
  2. Kennen Sie …. Er*Sie arbeitet in der gleichen Branche.

Die Bewerbungssituation – auf was gilt es hierbei zu achten

Wie in anderen Situationen auch, ist hier die Körpersprache ein wichtiger Punkt. Mit einem freundlichen Lächeln zu Beginn und während des Gesprächs wirkst du auf dein Gegenüber gleich viel offener. Außerdem solltest du – trotz Nervosität – nicht vergessen, freundlich zu grüßen – also in den meisten Fällen mit Händeschütteln.

Oft ist der*die Gesprächsführer*in des Bewerbungsgesprächs auch jene*r, welche*r den Beginn des Small Talks übernimmt – wahrscheinlich mit einer Frage zur Anfahrt oder zum Wetter. Versuche hier möglichst positiv zu antworten, damit ist nicht gemeint zu lügen (!), sondern nur, dass es zu vermeiden gilt, Beschwerden anzubringen! Natürlich gibt es auch Personen, die Small Talk nicht gerne beginnen oder dich aus der Reserve locken wollen – dann kannst du versuchen gleich einmal das Eis zu brechen. Zum Beispiel könntest du anmerken, dass der Standort des Unternehmens mit seiner ruhigen Lage besticht, da man in Ruhe arbeiten kann. Wenn die Firma in der Innenstadt liegt kannst du erwähnen, dass du das Unternehmen sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen konntest.

Wenn das „offizielle Gespräch“ vorbei ist, so versuche nicht direkt wieder auf schnellstem Wege zu verschwinden – denn auch der letzte Eindruck einer Person zählt! Somit kannst du den Small Talk wieder aufnehmen, indem du zum Beispiel über das Wetter sprichst. Generell gilt es die gleichen Themen zu vermeiden, wie auch bei Small Talks auf Partys/Konferenzen und so weiter. Geld solltest du nicht während des Small Talks ansprechen – dies sollte eher ein Teil des „offiziellen“ Bewerbungsgesprächs sein. Themen wie Anreise, Lage/Standort des Unternehmens, Kulturangebote, … sind natürlich willkommen.

Mit einem erfolgreichen Small Talk innerhalb einer Bewerbungssituation wirkst du auf andere Personen – auch auf Recruiter*innen – offen und sozial. Außerdem bietet sich dadurch gleich die Möglichkeit deine Kompetenzen – vor allem, die ein oder anderen deiner „soft skills“ zu unterstreichen.


Übung macht den Meister – was gibt’s zu beachten – ein kurzer Überblick

Während eines Small Talks gibt es so einiges zu beachten. Damit du die wichtigsten Punkte nicht vergisst – hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung:

  1. Trau dich den ersten Schritt zu machen – sprich Leute an, welche auf dich sympathisch wirken. Bevor du zu sprechen beginnst – denke an deine Körperhaltung (sollten „offen“ sein) und lächle – ein weiterer Vorteil ist es, dir schon zuvor zu überlegen, wie du ins Gespräch starten willst.
  2. Offene Fragen während der Unterhaltung halten dieses am Laufenden. Zeige Interesse und gehe auf Themen ein, welche nicht polarisieren (Hobbies usw.).
  3. Beende das Gespräch ebenfalls mit Respekt – einfach verschwinden kommt bestimmt nicht gut an. Gib einen Grund an, welcher den Small Talk beendet und schon kannst du dieser Begründung nachgehen (z.B. Termin, etwas zu trinken holen) oder mit jemanden anderen ein Gespräch beginnen.

Generell gilt es während des Small Talks auf deine Körpersprache zu achten – wenn du mit offenen Armen und geraden Oberkörper dasteht, wirkst du gleich viel selbstbewusster. Ein Lächeln lockert eine Stimmung ebenfalls gleich auf und gibt deinem Gegenüber ein gutes Gefühl.

Was ebenso ein wichtiger Tipp ist, sind die Themen – wie schon erwähnt sollten diese nicht extrem meinungsspezifisch sein oder von Gerüchten handeln.

Scheue dich aber nicht davor auch „langweilige“ Themen anzusprechen oder kurz zu überlegen, wie du weitersprechen sollst – eine kurze Pause im Gespräch kann auch guttun und vielleicht fällt in dieser ja auch deinem Gegenüber ein Thema ein.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Bei all den Tipps darfst du eines nicht vergessen – Übung macht dein Meister. Wenn du zu Hause einen großen Spiegel hast, kannst du vor diesem deine Körperhaltung trainieren. Auch deine Small Talks werden bestimmt immer besser, umso mehr du mit Personen sprichst – dann wirst du auch merken, mit welchen Fragen und Themen du dich besonders wohlfühlst!

Viel Spaß beim Üben und Ausprobieren deiner neu erlernten Fähigkeit! Dein Team von kärntnerjobs.at

Blogbeitrag von Nina Leimlehner

 

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