Was macht ein*e Einkäufer*in?

Unter Einkauf ist im Rahmen der Ökonomie die Beschaffung von Materialien, Waren und Dienstleistungen zu verstehen. Einkäufer*innen arbeiten vor allem in Handels-, Gewerbe- und Industriebetrieben, die eine eigene Einkaufsabteilung besitzen.

Was macht ein*e Einkäufer*in?

Berufsbild Einkäufer*in

Die Einkäufer*innen versuchen alle nur möglichen Anbieter und Lieferanten für die gewünschten Waren bzw. Dienstleistungen zu erfassen und deren Liefer- und Zahlungsbedingungen (Preise, Zölle, Transportkosten, Lagerbedingungen, Rabatte, Lieferverlässlichkeit, Qualität etc.) miteinander zu vergleichen. Natürlich werden dafür modernste Programme benutzt. Meistens sind das ERP-Programme. 

Nach genauen Vergleichen sämtlicher Parameter führen die Einkäufer*innen die Einkäufe durch. Die Mitarbeiter*innen überwachen die Liefertermine und halten in enger Zusammenarbeit mit den Disponent*innen und Logistiker*innen die Warenbestände sowie die damit verbundenen Nachbestellungen im Auge. Der Einkauf ist meist eine Schlüsselposition innerhalb eines Unternehmens. Sehr viel Geld kann durch geschickten und gewissenhaften Einkauf eingespart werden.

Primäres Ziel jedes Einkaufs ist es, dass die betriebliche Versorgung zu jeder Zeit sichergestellt ist und, dass keine Engpässe von Materialien und Gütern entstehen, da diese hohe Kosten und Verluste verursachen können (wie z. B. Verzögerungen oder Ausfälle in der Produktion).


Die Aufgaben von Einkäufer*innen

  • In Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen ermitteln Einkäufer*innen den betrieblichen Bedarf an Waren, Materialien, Hilfs- und Werkstoffen, Werkzeugen, Geräten, etc. 
  • Führung von Computergesteuerte Lager-, Inventur- und Bedarfslisten in welchen die benötigten Waren, Produkte und Dienstleistungen erfasst und berechnet werden
  • Angebote von Lieferanten einholen, Liefer-, Preis- und Zahlungskonditionen verhandeln und mit anderen Angeboten in den Vergleich ziehen
  • Eigenständige Auftragsvergabe nach bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und/oder enge Absprache mit der Abteilungs- oder Geschäftsleitung
  • Vereinbarung von Lieferterminen, Zahlungskonditionen und Abwicklung des Zahlungsverkehrs

Darüber hinaus organisieren Einkäufer*innen den Transport der angekauften Produkte indem sie entsprechende Aufträge an Frachtunternehmen und  Speditionen vergeben. Beim Einkauf bzw. Import von Waren aus dem Ausland beachten die Verantwortlichen die entsprechenden Einfuhrgesetze und Zollbestimmungen. Sie überwachen Liefertermine, kontrollieren eingehende Lieferungen und sorgen für deren sachgerecht Lagerung.


Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Einkäufer*in ist kein Lehrberuf. Es empfiehlt sich jedoch eine grundsätzliche wirtschaftliche Ausbildung und jede Menge Erfahrung mit den einzukaufenden Produkten und Dienstleistungen. Wichtig sind natürlich auch verhandlungssichere Sprachkenntnisse des jeweiligen Importlandes.
Das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) haben zahlreiche Kurse im Programm, die für Einkäufer*innen in Frage kommen, um die nötigen Fachkenntnisse schnell erlernen zu können.

Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für Absolvent*innen dieses Lehrberufs ist die Handelsakademie für Berufstätige (Voraussetzung: Berufstätigkeit oder abgeschlossene Berufsausbildung; Dauer: 4 Jahre; Abendunterricht; es gibt auch eine Fernunterrichtsform).


Das Gehalt von Einkäufer*innen

Einkäufer*innen sind je nach Verantwortungsbereich und Einkaufsvolumen gut dotierte Positionen in einem Unternehmen. Das Bruttogehalt pro Monat liegt zwischen € 1.480,- bis € 2.570,- lt. Kollektivvertrag. Eine Überzahlung ist selbstverständlich möglich und orientiert sich nach Qualifikation und Berufserfahrung.

 

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