Teambuilding - Tipps für ein erfolgreiches Team

Gemeinsam sind wir stark! Auch Sie kennen diese Aussage und bestimmt sind Sie nicht ganz abgeneigt davon. Doch wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus? Wie steht es um Ihr Team und Teambuilding? Ist das Motto Programm oder nur eine leere Floskel? So oder so möchten wir Sie einladen, den folgenden Text zu lesen. Wir erklären, was Teambuilding ist, wieso es wichtig ist und welche Vorteile dadurch entstehen - nicht nur für Mitarbeiter*innen, sondern auch für Unternehmen und Unternehmer*innen. Außerdem haben wir Tipps und Inspirationen für erfolgreiche Teambuilding-Maßnahmen für Sie.

Teambuilding - Tipps für ein erfolgreiches Team

Was bedeutet Teambuilding?

Übersetzt bedeutet Teambuilding Teambildung. Doch wann ist ein Team ein Team? Ist ein Team entstanden, wenn mehrere Personen an der Lösung einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten? Oder braucht es vielleicht doch etwas mehr dazu?

Wie bereits gesagt: Gemeinsam sind wir stark! Und darum geht es beim Teambuilding. Es geht um mehr als einzelne Personen, die zusammenarbeiten. Es geht darum, die Beziehung zwischen den Mitarbeiter*innen zu stärken. Darum, Teamentwicklung und ein Wir-Gefühl zu fördern, die Zusammenarbeit zu optimieren, die Teamfähigkeit, den Teamgeist und die Teamarbeit zu steigern und damit die Belastbarkeit, den Zusammenhalt und die Zufriedenheit aller zu verbessern.

Dafür gibt es unterschiedliche Maßnahmen wie Events und Teambuilding-Spiele, von denen wir Ihnen noch einige vorstellen werden.


Wie wichtig ist Teambuilding?

Weil es so passend ist, noch ein letztes Mal: Gemeinsam sind wir stark. Mitarbeiter*innen sind essenziell für den Erfolg des Unternehmens und Teambuilding ist deshalb in jedem Unternehmen wichtig. Denn nur ein Team, das gut zusammenarbeitet und sich vertraut kann gute Arbeit machen, Projekte gut meistern und somit den Erfolg vorantreiben.


Ein gutes Team bilden: Die Tipps

Doch wie wird aus einer Gruppe an Menschen ein gut funktionierendes Team? Wir möchten Ihnen nun ein paar Tipps mitgeben, wie sie das erreichen können.

Die Zusammensetzung

Im ersten Schritt ist die Zusammensetzung wichtig. Hier spielt die Gruppengröße eine Rolle. Zu kleine Gruppen können die Ziele wegen zu weniger Kapazitäten nicht erreichen und zu große Gruppen können schwer zu koordinieren sein. Auch Homogenität bzw. Heterogenität sollen bedacht werden. Homogenität verringert das Risiko von Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten. Sie birgt aber auch die Gefahr, dass das notwendige Know-How fehlt und keine innovativen Ideen entstehen. Außerdem ist ein*e Teamleiter*in wichtig, der*die die übergreifende Kommunikation, Koordination, Verantwortung und falls nötig Mediation übernimmt. Diese*r muss natürlich die entsprechenden fachlichen und persönlichen Anforderungen erfüllen.


Die fünf Phasen der Gruppenbildung

Wie beschrieben geht es aber um mehr als nur die einzelnen Personen, die zusammenarbeiten. Um aus einer Gruppe ein funktionierendes Team zu machen, braucht es einen Prozess. Der US-amerikanische Psychologe Bruce Tuckman hat dazu ein Modell aus fünf Phasen entwickelt:

  1. Einer Orientierungs-,
  2. Konfrontations-,
  3. Kooperations-,
  4. Wachstums- und
  5. einer Auflösungsphase.

Jede Phase hat eigene Ziele, Herausforderungen und unterschiedliche Maßnahmen, die sich eignen, um den jeweiligen Schritt zu machen.

Wir stellen Ihnen nun die fünf Phasen und dazu immer passende Maßnahmen wie Teambuilding-Spiele vor. Gerade bei Spielen sind sowohl Arbeitgeber*innen als auch manche Arbeitnehmer*innen häufig skeptisch. Introvertierte, zurückhaltende Menschen scheuen sich oft und haben Angst, sich zu blamieren. Andere sehen keinen Sinn darin, da es nichts mit der fachlichen Arbeit zu tun hat. Doch es lohnt sich, die Maßnahmen und Spiele auszuprobieren und zu versuchen, alle Teammitglieder zu motivieren, daran teilzunehmen. Wichtig ist aber, dass die Teilnahme immer freiwillig geschieht. Wer große Schwierigkeiten hat oder sich gar nicht wohlfühlt, kann auch zuschauen und gegebenenfalls später einsteigen.

1. Orientierungsphase oder Forming:

Im ersten Schritt muss sich die Gruppe natürlich erst einmal kennenlernen und ein erstes Zusammengehörigkeitsgefühl soll entstehen. Dabei ist Kommunikation in entspannter Atmosphäre und Spaß wichtig. Dafür eignen sich besonders Kennenlernspiele. Wir möchten hier ein paar mögliche vorstellen.

Das Fadennetz:

Dabei sitzen die Spieler*innen auf dem Boden. Die Person, die beginnt hält das Ende eines Wollfadenknäuels in der Hand, stellt sich vor und wirft den Wollknäuel dann der nächsten Person zu, die sich wiederum vorstellt und so weiter. Neben klassischen Infos wie Name, Alter und Wohnort können auch persönlichere Dinge verraten werden wie ein Alleinstellungsmerkmal, eine Stärke, Schwäche oder das Leibgericht.

Der richtige Schuh:

Alle Personen ziehen ihre Schuhe aus. Nach und nach wird ein Schuh ausgewählt und in der Mitte aufgestellt. Die Gruppenmitglieder sollen nun verraten, welche Eigenschaften sie der Person, der der Schuh gehört, zuschreiben und warum. Abschließend erzählt der*die Schuhbesitzer*in etwas über sich und bestätigt oder verneint gewisse Zuschreibungen.

2. Konfrontationsphase oder Storming:

In der zweiten Phase geht es darum, dass die einzelnen Teammitglieder ihre Rolle in der Gruppe finden. Das kann durchaus zu Konflikten und Machtkämpfen führen und viele Teams scheitern an dieser Phase. Deswegen ist hier der*die Teamleiter*in gefragt Orientierung zu geben und einen Konsens zu finden. Hierbei helfen gruppendynamische Spiele und Übungen, die Zusammenarbeit erfordern.

Teppich-Umdrehen:

Dabei stehen alle Spieler*innen auf einem Teppich oder einer vergleichbaren Unterlage. Ziel ist es, den Teppich umzudrehen, ohne dass jemand den Boden berührt. Hilfsmittel sind natürlich nicht erlaubt.

Schwebender Stab:

Die Spieler*innen stellen sich gegenüber in zwei Reihen auf. Jede*r streckt einen Arm und den Zeigefinger aus. Darauf wird ein Besenstiel platziert, der vom Team dann am Boden abgelegt werden soll. Dabei müssen alle Spieler*innen durchgehend den Stiel berühren und er darf natürlich nicht runterfallen, sondern muss gezielt abgelegt werden.

3. Kooperationsphase oder Norming:

Das Team wird langsam zu einer kooperierenden Einheit. Jede*r hat seinen Platz gefunden und arbeitet daran, das gemeinsame Ziel zu erreichen. Es geht nun nurmehr darum, die Bindung zu stärken - das kann und soll einerseits der*die Teamleiter*in, aber auch hier können Spiele hilfreich sein. Vertrauensspiele helfen dabei, diese Bindung zu stärken.

Blind vertrauen:

Beispielsweise kann das Team in Paare aufgeteilt werden, von denen jeweils einer Person die Augen verbunden werden. Die andere muss diese Person nun über eine Strecke, beispielsweise einen Hindernisparcours, führen.

Stehaufmännchen:

Die Teammitglieder stellen sich in einem engen Kreis auf. Eine Person steht in der Mitte, schließt die Augen und lässt sich in eine beliebige Richtung fallen. Die anderen Spieler*innen müssen die fallende Person sanft auffangen und in eine andere Richtung stoßen.

4. Wachstumsphase oder Performing:

In der Wachstumsphase erkennen die Mitglieder, dass sie im Team mehr erreichen können als alleine und lenken die ganze Energie in das gemeinsame Projekt. Es ist sozusagen das Ziel des Teambuildings. Es geht nun darum, die gute Stimmung zu erhalten. Dafür sind Kommunikationsspiele oder Darstellungsspiele sowie schwierige gruppendynamische Spiele, die Erfolgserlebnisse bescheren, geeignet.

Finde die Wahrheit:

Dieses Spiel ist ein solches Kommunikationsspiel. Dabei erzählt jedes Teammitglied zwei Wahrheiten und eine Lüge. Die anderen Spieler*innen müssen herausfinden, welche Geschichten wahr und welche gelogen ist.

Außerdem können in dieser Phase gemeinsame Events oder Unternehmungen wie Abteilungs- oder Betriebsausflüge unternommen werden. Diese können auch mit herausfordernden Spielen oder Programmpunkten wie Wildwasserrafting, Schnitzeljagd oder einem Escape Game kombiniert werden. Aber auch ein Besuch im Museum oder Theater eignet sich hierfür. Es geht nämlich vordergründig darum, die Beziehung über die Arbeit hinaus zu stärken.

5. Auflösungsphase oder Adjourning:

Im Idealfall ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen und die letzte Phase tritt deswegen ein. Das muss aber nicht immer so sein. Vielleicht gab es große Differenzen unter den Mitgliedern oder andere unüberwindbare Hindernisse. Jedenfalls löst sich in dieser Phase das Team auf. Abschieds- und Aufbruchsstimmung sind vorherrschend.

Wenn ein Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde und sich das Team deswegen auflöst, ist eine Belohnung angebracht. Egal ob ein Event wie ein gemeinsames Abendessen, eine Abschlussfeier oder ein Ausflug - wichtig ist, dass an dieser Stelle der Spaß im Vordergrund steht.


Reflektion und Verbesserung

Wie gesagt, Teambuilding ist ein Prozess und nur mit einzelnen Teambuilding-Maßnahmen noch nicht abgeschlossen. Sie sollten gründlich reflektiert und mögliche Schwierigkeiten in Kommunikation und Zusammenarbeit identifiziert werden. Anhand dessen sollen Lösungen ausgearbeitet und Veränderungen angestoßen werden. Um zu sehen, ob und wie sich die Zusammenarbeit verbessert hat, können Spiele wie der schwebende Stab wiederholt werden.


UNSER FAZIT FÜR DICH ZUM THEMA TEAMBUILDING

Teambuilding trägt zu einer positiven Atmosphäre, Zufriedenheit und damit zur Motivation und Produktivität der Mitarbeiter*innen bei. Es beeinflusst damit auch den unternehmerischen Erfolg und deshalb sowohl für Arbeitnehmer*innen als auch Arbeitgeber*innen und Unternehmen wichtig.

Dabei ist Teambuilding aber auch mehr als ein jährliches Event oder ein Betriebsausflug. Es ist ein laufender Prozess, der immer wieder begutachtet und bewertet und angepasst werden soll.

Und zuletzt: Mögen Spiele in der Arbeitswelt für manche etwas fehl am Platz erscheinen - soll im Job doch schließlich gearbeitet und nicht gespielt werden - so sind sie im Teambuilding durchaus hilfreich und sinnvoll. Sie eignen sich nämlich nicht nur dafür, das Teambuilding, den Zusammenhalt, das Wir-Gefühl und alle positiven Effekte, die damit einhergehen zu stärken. Durch die Spiele können Schwierigkeiten und Schwächen in der Zusammenarbeit erkannt und verbessert werden. Scheuen Sie sich deshalb nicht und probieren Sie es in Ihrem Unternehmen, Ihrem Team einmal aus.

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