Was macht ein*e Key User*in?

Key-User*innen sind sozusagen Repräsentant*innen ihres Fachbereichs und agieren meist zwischen den firmeninternen Anwender*innen und den IT-Fachexpert*innen als bedeutsames Bindeglied in Sache Kommunikation, technischen Störungen und First-Support-Angelegenheiten. Heißt also, die Verantwortlichen sind die ersten Ansprechpartner*innen bei IT-technischen Fehlfunktionen und versuchen dabei aus erster Hand Lösungsansätze zu bieten, bevor die zutreffende Abteilung oder externe Dienstleister um Hilfestellung beauftragt werden.

Was macht ein*e Key User*in?

Berufsbild Key User*in

Je nach Bereichs- und Unternehmensgröße wird in jeder Abteilung ein*e Mitarbeiter*in als Key User*in benannt, die sich vor der Ausübung dieses Titels intensiv mit der Software oder dem zu verantwortenden Fachbereich beschäftigen müssen. Üblicherweise werden die erforderlichen Kenntnisse durch eine Schulung vermittelt oder ist bereits durch eine langjährige Firmenzugehörigkeit automatisch gewachsen.

Ein großer Vorteil dieses fachspezifischen Titels ist es also, interne Kommunikationswege zu vereinfachen und auch Prozesse konstruktiv zu steuern. Auch eine etwaige Kosteneinsparung durch extern beauftragte Fachexperten können ermöglicht werden. Ebenfalls Prozessoptimierungen, Testphasen (auch an Wochenenden, um den Berufsalltag nicht zu behindern) und teils eigenständige Schulungen des Teams gehören zu den Tätigkeiten von Key User*innen.


Die Aufgaben von Key User*innen

  • Spezialisierung auf die jeweilige Software oder den IT-technischen Anwendungsbereich
  • Sicherstellung der Funktionalität und Anwendung durch betroffene Mitarbeiter*innen
  • Durchführung von Schulungen (intern und extern)
  • Teilnahme an Testphasen bei Neuapplikationen (üblicherweise außerhalb der regulären Arbeitszeiten, um den beruflichen Alltag anderer Prozesse nicht zu behindern)
  • Unterstützung bei Prozessoptimierungen und Erneuerungen
  • Erste Anlaufstelle für Kund*innen, Kolleg*innen und IT-Mitarbeiter*innen als Bindeglied (für effiziente Kommunikationswege)

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Das oberste Gebot für das Ausüben des Berufs Key User*in sind anwendersichere EDV-Kenntnisse und darüber hinaus. Durch facheinschlägige Lehrberufe (IT-Bereich von Vorteil), mittlere/höhere berufsbildende/technische Schulen (HTL oder HAK) oder auch Studiengänge (Informatik) ist für Jobanwärter*innen bereits ein erfolgsversprechender Grundstein gelegt. Im Vordergrund steht das Erlernen der jeweiligen Software oder des erforderlichen Bereichs, um als „First-Support“ internen sowie externen Personen fachspezifische Auskunft geben zu können.

Die Karrierechancen stehen insofern sehr gut, da auf Grund der schnelllebigen Digitalisierung ständig neue Applikationen implementiert werden und viele Unternehmen daran arbeiten, diverse Prozesse zu automatisieren, um noch schneller und effizienter ihre Erfolge zu erzielen. Dazu sind qualifizierte Fachkräfte gefragt und eben auch jene, die als wichtige Kommunikationsschnittstelle agieren. Key-User*innen sind grundsätzlich in allen Branchen (je nach Unternehmensgröße) einsetzbar, wodurch sich gerade firmenintern mögliche Aufstiegschancen in Richtung Karriere ergeben können.


Das Gehalt von Key User*innen

Key-Userinnen verdienen in Österreich bei Einstig laut Kollektivvertrag ein Bruttogehalt von durchschnittlich € 1.800,- bis 2.500,- pro Monat. Die Höhe richtet sich dabei stark nach dem jeweiligen Ausbildungsniveau und Einsatzbereich und kann durch Zuschüsse für bspw. externe Schulungen deutlich erhöht werden. Natürlich steht es dem*der Arbeitgeber*in auch frei, je nach Qualifikation und Arbeitserfahrung eine Überzahlung anzubieten.

 

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