Was macht ein:e Arzt*Ärztin für Allgemeinmedizin?

Der Beruf eines Arztes oder einer Ärztin der Allgemeinmedizin (auch praktischer Arzt/Ärztin oder umgangssprachlich Hausarzt/Hausärztin genannt) ist mehr eine Berufung als ein klassischer Beruf. Wirkliche und bedeutsame Voraussetzungen sind ein hohes Verantwortungsbewusstsein, eine gute Beobachtungsgabe sowie vor allem ein hohes emphatisches Vermögen, und die Wertschätzung des menschlichen Lebens.

Was macht ein:e Arzt*Ärztin?

Berufsbild Arzt*Ärztin für Allgemeinmedizin

Allgemeinmediziner:innen dürfen nicht verwechselt werden mit Fachärzten, denn wie der Name schon sagt, spezialisieren sie sich auf eine Thematik wie beispielsweise die innere Medizin (Internist) oder agieren als fachkundige Zahnärzte. Ärzte der Allgemeinmedizin betreuen Menschen medizinisch in ihren gesamten Lebensbereichen unabhängig von der Art der Beschwerden oder der Erkrankung. Die Allgemeinmediziner:innen sind praktisch die erste Anlaufstelle! Sie erstellen Diagnosen und legen gemeinsam mit den Patienten therapeutische und medikamentöse Maßnahmen fest, um eine schnelle Genesung sicherzustellen. Auch weisen sie Patienten in Krankenhäusern, Ambulatorien oder anderen Gesundheitseinrichtungen zu. Allgemeinmediziner:innen nehmen daher eine koordinatorische Schnittstellenfunktion zu anderen Institutionen innerhalb des Gesundheitswesens ein.


Die Aufgaben von Ärzt*innen für Allgemeinmedizin

  • Oft die erste Anlaufstelle für erkrankte Personen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Art der Erkrankung
  • Früherkennung von Erkrankungen im Bereich der Gesundheitsvorsorge,- Nachsorge und -Förderung und Diagnose jeglicher Erkrankungen
  • Notfallmaßnahmen bei lebensbedrohlichen Krankheitszuständen
  • Allgemeinmedizinische Betreuung chronisch kranker Menschen
  • Durchführen von Hausbesuchen, wenn Patienten nicht in der Lage sind, eine Ordination aufzusuchen
  • Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • Berücksichtigung und Integration von psychischen und sozialen Abhängigkeiten
  • Enge Zusammenarbeit mit Fachärzten und Fachärztinnen 

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Seit Juni 2015 gilt eine neue Ärzte-Ausbildungsordnung. 

Während des Studiums der Medizin ist das klinisch praktische Jahr (KPJ) zu absolvieren. Das KPJ findet im sechsten Studienjahr statt und umfasst eine praktische Ausbildung von 48 Wochen, die im Spital absolviert werden. 

Hippokratischer Eid: Jeder Arzt und jede Ärztin haben bei seiner Promotion den sogenannten hippokratischen Eid abzulegen. Damit vereidigen die Ärzte die eigene medizinische Kunst zum Erhalt menschlichen Lebens einzusetzen. Immer und überall!

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