Was macht ein*e Finanz- und Analgenbetreuer*in?

Die Finanz- und Anlagenbetreuer*innen sind auch unter der Berufsbezeichnung Finanz- und Vermögensberater*innen bekannt. Innerhalb des Tätigkeitsfeldes sprechen wir allerdings vom identischen Berufsfeld und es handelt sich lediglich um Synonyme. Je nach Spezialisierung sind auch Bezeichnungen wie Kreditberatung oder Leasingberatung gebräuchlich.

Was macht ein*e Finanz- und Anlagenberater*in?

Berufsbild Finanz- und Analgenbetreuer*in

Finanz- und Anlagenbetreuer*innen beraten ihre Kunden überwiegend über gewinnbringende Geldanlagemöglichkeiten und stellen für das jeweilige Anliegen die am besten geeigneten Finanzierungs- und Anlagenmodelle zusammen. Sie agieren in einer beratenden Position und verwalten meist einen Kundenstamm aus Privatpersonen sowie Firmenkunden. Die Finanz- und Anlagenexpert*innen verfügen über ein fundiertes Wissen über Vermögensanlagen, Finanzierungen, Vorsorge und allgemeine steuerliche, wirtschaftliche Kenntnisse. Darüber hinaus handeln die Verantwortlichen im Auftrag ihrer Kunden mit Wertpapieren, Aktionen und Fonds sowie erfassen Versicherungen, Kredite und Leasingangebote.

Mit folgender Aufzählung versuchen wir, eine oberflächliche Arbeitsweise eines Finanz- und Anlagenbetreuers verdeutlichen zu können:

  1. Ermittlung der aktuellen, finanziellen Situation des Kunden
  2. Eruierung der Risikobereitschaft und Ziele
  3. Basierend dessen Erkenntnisse wird ein individuelles Konzept erstellt
  4. Die Kundenbedürfnisse werden bestmöglichst berücksichtigt und eingearbeitet

Meistens sind die Fachberater*innen bei Banken, Kreditunternehmen oder Versicherungen beschäftigt, oder agieren auf selbständiger Basis. Eine ausgeprägte Kommunikationsstärke, analytisches Denken, hohe Zahlenaffinität sowie die allgemeine Freude im persönlichen Umgang mit Menschen wird vorausgesetzt, und ist für ein erfolgreiches Ausüben dieses Berufs unumgänglich.


Die Aufgaben von Finanz- und Analgenbetreuer*innen

  • Beratung und Konzeptionierung von Finanzierungsmöglichkeiten unter Einhaltung der spezifischen Kundenbedürfnisse: Kaufvorhaben (Immobilienbeschaffung, Autokauf, Selbstständigkeit), betriebliche Maßnahmen (Unternehmensgründung, Erweiterung, allgemeine Expansion, Innovationanpassung) 
  • Finanzielle Situation ermitteln und darauf basierende Möglichkeiten ausarbeiten
  • Beratung über mögliche Finanzprodukte
  • Neukundenakquise sowie die allgemeine Bestandskundenbetreuung
  • Ständige Marktanalyse mit entsprechender Risikoabschätzung und Handlungsbedarf
  • Vermittlung von Versicherungsprodukten
  • Regelmäßige Kontrolle von aktiven Finanzierungsaufträgen und Anlagen

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Typische Ausbildungswege und damit gute Voraussetzungen für diesen Berufszweig sind vor allem kaufmännische und wirtschaftliche Schulen bzw. Lehrberufe (Bankkauffrau*mann). Andererseits bieten Universitäten und Fachhochschulen mit wirtschaftliche Studien (beispielsweise internationale Betriebswirtschaft) ideale Möglichkeiten für einen erfolgsversprechenden Einstieg in die praktische Finanzwelt als Finanz- und Anlagenbetreuer*in.
Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten von Seiten der Berufsbildungsinstitute und sonstiger Schulungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen.


Das Gehalt von Finanz- und Analgenbetreuer*innen

Finanz- und Anlagenbetreuer*innen verdienen in Österreich bei Einstig laut Kollektivvertrag ein Bruttogehalt von durchschnittlich € 1.500,- bis 2.200,- pro Monat. Die jeweilige Höhe richtet sich dabei nach dem jeweiligen Ausbildungsniveau und dem Einsatzbereich und kann durch etwaige (laufende) Provisionen (z.B. bei Vermittlung von Versicherungen, Anlageprodukten, etc.) auch deutlich höher ausfallen. Natürlich steht es dem*der Arbeitgeber*in frei, je nach Qualifikation und Arbeitserfahrung eine Überzahlung anzubieten. Indes kann der Beruf auch in selbständiger Form ausgeübt werden – hier hängt das Einkommen von der jeweiligen Auftragslage und der eigenen Kapazität ab.

 

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