Was macht ein*e Friseur*in?

Friseur*innen waschen, schneiden, pflegen, färben und frisieren Haare. Ihre Kunden sind grundsätzlich all jene, die ihre Leistungen in den Anspruch nehmen wollen. Da der Haarschnitt ein zentraler Ausdruck unserer Persönlichkeit darstellt, erfüllen die Mitarbeiter*innen eine bedeutungsvolle Aufgabe für unsere Gesellschaft. Die Modetrends behalten die fachkundigen Expert*innen stets im Blick und probieren diese nach persönlicher Absprache mit den Kunden auf praktische Weise aus. Aus diesem Grund beherrschen die Friseur*innen oder in diesem Fall auch Stylist*innen, Typumwandlungen und deren Veränderungen, die wirklich zum jeweiligen Menschen passen. Auch das Abraten eines gewünschten Styles gehört zum Aufgabengebiet, wobei auch in dieser Branche der Kunde König ist und deswegen die schlussendliche Entscheidung trifft.

Was macht ein*e Friseur*in?

Berufsbild Friseur*in

Je nach Spezialisierung agieren Fiseur*innen zusätzlich als Modeberater*innen und verfügen über bedeutsame Fachkenntnisse in Sache Perücken und Toupets. Vielfach handeln deren Ladengeschäfte mit Pflege- und Kosmetikprodukte, die selbst in der Praxis zum Einsatz kommen und damit eine gute Werbung aus erster Hand erhalten.

Zur Kundenorientierung gehört auch das Eingehen auf individuelle Empfindungen, wie beispielsweise eine angenehme Wassertemperatur beim Waschen oder die Föhntemperatur beim Trocknen.


Die Aufgaben von Friseur*innen

  • Kopfhaare pflegen (waschen, Pflegeprodukte), schneiden, verlängern (Haarverlängerungen), färben, bleichen, stylen und dauerhaft formverändern (Dauerwelle, chemische Glättung)
  • Korrektes Einsetzen und Verkaufen der ausgestellten Pflegeprodukte
  • Pflegende und kosmetische Behandlung (Wimpern und/oder Augenbrauen zupfen und färben, Bart trimmen und pflegen, usw.)
  • Teilweise Nagelpflege und Schönheitspflege
  • Persönliche und individuelle Kundenberatung für deren Wünsche und Änderungsideen

Zu den Tätigkeiten von Friseur*innen gehören auch Verwaltungsaufgaben: Sie stellen Rechnungen aus, kassieren den Rechnungsbetrag und halten die Kundenkarteien und -datenbanken aktuell. Dazu gehört ein ordentlicher Kassaabschluss und die grundlegenden Kenntnisse der allgemeinen Buchhaltung. Außerdem nehmen sie Terminreservierungen entgegen und tragen diese in Datenbanken und Kalender ein. Ein gutes Zeitmanagement und eine außerordentliche Organisationsstärke werden also vorausgesetzt, um den Beruf erfolgreich ausüben zu können.


Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Die Ausbildung erfolgt als Lehrausbildung (= Duale Ausbildung). Voraussetzung dafür ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht und eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb.

Ein Friseurlehrling erhält grundlegendes Wissen über:

  • Frisur- und Stylingberatung
  • Farbenlehre
  • Verschiedene Haarschnitttechniken 
  • Dauerwellenanfertigung
  • Färben von Haaren, Augenbrauen, Wimpern 
  • Haarersatzteile (Perücken, Toupets) 
  • Rasieren
  • Haar-, Haut- und Nagelpflege sowie Nageldesign
  • Richtiges Handhaben von Schneidegeräten
  • Materialienkunde (Haarpflegemittel, Haargels)

Das Gehalt von Friseur*innen

Friseur*innen verdienen in Österreich nach positiver Absolvierung der Lehrabschlussprüfung laut Kollektivvertrag ein Bruttoeinstiegsgehalt ab durchschnittlich ca. € 1.400,- pro Monat. Dazu muss gesagt werden, dass in diesem Betrag weder Trinkgeld noch mögliche Zulagen inkludiert sind und der tatsächliche Gehalt dadurch um einiges höher ausfallen kann. Natürlich steht es dem*der jeweiligen Arbeitgeber*in auch frei, bei etwaigen Qualifikationen und Berufserfahrung eine Überzahlung zu leisten.

 

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