Was macht ein*e Lackierer*in?

Lackierer*innen (heute Lackiertechniker*innen) beschichten alle möglichen Arten von Produkten mit Lacken. Dabei handelt es sich um farbige, farblose oder auch um Schutzanstriche vor allerlei Umwelteinflüssen. Auch die Mischung von individuellen Sonderfarben gehört in den Verantwortungsbereich, daher ist die Farbenlehre und die fachgerechte Zusammenführung der Farbcodes ein fundiertes Wissensspektrum, das von Lackierer*innen beherrscht werden sollte. Früher war das Mischen von Farben jedoch eine eigene/komplexe Kunst. Heute ist das kaum noch notwendig, da die feinsten Nuancen der Farbgebung schon industriell angefertigt werden und im Fachhandel erhältlich sind.

Was macht ein*e Lackierer*in?

Berufsbild Lackierer*in

Wichtige Einsatzbereiche sind Karosserien von Fahrzeugen, Maschinenteile und sonstige Metallgegenstände und Blechteile, Kunststoffprodukte und Holz. Neben den Lackier- und Beschichtungsarbeiten fertigen die Facharbeiter*innen unterschiedliche Schablonen an und entwerfen Designs.


Die Aufgaben von Lackierer*innen nach Tätigkeitsmerkmalen

  • Oberflächenbehandlung: Behandeln und sanieren von Oberflächen aller zu lackierenden Produkten durch gekonntes Schleifen, gewissenhaftes Ausspachteln und Füllen von Unebenheiten/Rissen und Grundieren mit Schutzanstrichen. Unter solchen Schutzanstrichen versteht man meistens einen Korrosionsschutz bzw. Rostschutz, einen Hitzeschutz oder einen Schutz gegen Feuchtigkeit. 
  • Lackschicht: Auf den Schutzanstrich folgt dann der eigentliche Anstrich, wobei auch hier verschiedenste Techniken verwendet werden. Vor allem verwendet werden Techniken wie das Streichen (mit Pinseln), das Spritzen (mit Spritz- oder Sprühpistole, Sprühdosen) oder das Tauchen und Fluten (einbringen der Werkstücke in ein Lackbad oder übergießen/besprühen mit Lack).
  • Zusätzliche Aufgaben: Lackiertechniker*innen fertigen weiters oft sehr kunstvolle Schablonen und Masken an (Figuren, Ornamente) und gestalten und designen Sonderlackierungen. 
     

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Die Ausbildung zum*r Lackierer*in ist eine duale Lehrausbildung. Voraussetzung dafür ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht sowie eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb. Das theoretische Grundwissen erlangen die Berufsanwärter*innen in der Berufsschule, während die Praxis in den jeweiligen Ausbildungsbetrieben übermittelt werden. Nach der absolvierten Lehrausbildung stehen verschiedene Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Berufschancen für ausgebildete Lackierer*innen stehen recht gut und erweisen sich stabil, da einerseits jede moderne Werkstätte mindestens einen Facharbeiter in diesem Bereich angestellt hat und andererseits laufend Fachkräftemangel bzw. die Suche nach qualifizierten Mitarbeiter*innen besteht. Durch Spezialisierungen und Weiterbildungen erhöhen sich die Aufstiegschancen sowie auch die Möglichkeit zur Selbstständigkeit ist denkbar. 


Das Gehalt von Lackierer*innen

Lackierer*innen verdienen in Österreich bei Einstig nach der abgeschlossenen Lehrausbildung laut Kollektivvertrag ein Bruttogehalt von durchschnittlich ca. € 2.000,- bis 2.300,- pro Monat. Der Gehalt kann dabei durch weitere Spezialisierung und unterschiedliche Zulagen aber auch höher ausfallen. Im Angestelltenverhältnis steht es dem*der Arbeitgeber*in natürlich frei eine Überzahlung je nach Qualifikation und Erfahrung zu leisten.

 

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