Lebenslauf aufpeppen und gleichzeitig helfen!

Bei dieser Überschrift schüttelst du deinen Kopf und fragst dich: „Wie soll das denn bitte gehen?“ Ganz einfach – indem du dich sozial engagierst. Du bereicherst nicht nur deine eigenen Erfahrungen und machst anderen eine Freude, sondern kannst gleichzeitig deinem Lebenslauf wertvolle (freiwillige) Jobs hinzufügen. Die so genannten „Social Skills“, wie Empathie und Kommunikationsfähigkeit, sind in Bewerbungssituationen besonders gefragt – und genau diese kannst du im Rahmen einer freiwilligen Arbeit erlernen und verbessern. Im folgenden Beitrag findest du alle Informationen, wo und wie du dich sozial engagieren kannst. Außerdem erfährst du, inwiefern du in deiner Zukunft von einem freiwilligen Job profitieren kannst.

Jetzt Lebenslauf aufpeppen und gleichzeitig helfen!

Wo kann ich „Social Skills“ sammeln? Welche Organisationen gibt es?

Wenn du an „soziales Engagement“ denkst, dann wahrscheinlich an freiwillige Hilfe im Altersheim oder anderen Einrichtungen, wie der Freiwilligen Feuerwehr (zum Beispiel Jugendfeuerwehr). Aber helfen und sich engagieren heißt nicht immer nur im sozialen Segment zu arbeiten. Welche Möglichkeiten sich sonst noch anbieten, liest du gleich. Zuerst aber findest du nachstehend Informationen zur so genannten, „klassischen“ Idee des „sozialen Engagement“.

Bei der „klassischen“ Version des sozialen Engagements denken viele zuerst an jene freiwilligen Berufe im Altersheim oder in Zentren für Personen mit Beeinträchtigung usw. Manche mögen meinen, dass „klassisch“ etwas Negatives, unmodernes impliziert, doch diese Adjektive treffen auf keinen Fall auf „soziales Engagement“ zu. Denn einerseits erlebst du ständig neue Situationen, die dich fordern und in welche du wohl ohne diese Tätigkeit nie gekommen wärst, andererseits kannst du von den Personen rund um dich lernen.

Für dich ist das Helfen im Altersheim nicht vorstellbar, würdest aber gerne einer sozialen Arbeit, von Menschen umgeben, nachgehen? KEIN PROBLEM!

Auch Lernbetreuung oder die Betreuung von Flüchtlingen stellt eine wichtige Arbeit dar und Helfer*innen werden immer wieder gesucht. Die Lernbetreuung selbst hat mehrere Facetten – einerseits musst du darüber reflektieren, wie du deine Muttersprache anderen beibringen kannst und andererseits, wie du den Unterricht spannend gestaltest. Du kannst deinen Horizont erweitern und gerade bei der Arbeit mit Flüchtlingen – sei es durch einen Deutschkurs oder Hilfe bei einer Lernbetreuung, also quasi als „Assistenz“ – lernst du mehr über andere Kulturen, deren Werte und Traditionen.


Noch mehr Möglichkeiten für dein soziales Engagement

Wie vorhin schon erwähnt, muss soziales Engagement aber nicht immer in einer der oben genannten Sparten stattfinden. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten! Am besten suchst du dir ein Feld aus, in welchem du Interesse hast, denn dann hilft man doch auch gleich viel lieber. Zwinge dich also nicht in einen freiwilligen Job hinein! Für jeden gibt’s einen Bereich, in welchem helfende Hände benötigt werden.

  • Liegen dir zum Beispiel Tiere sehr am Herzen, so wäre doch die Hilfe in einem Tierheim das Richtige.
  • Wenn du findest, dass die Klimakrise immer mehr zum Problem wird, dann hast du auch in diesem Bereich die Möglichkeit dich zu engagieren. Lebensmittelverschwendung ist nicht nur ein Problem der Klimakrise, sondern Lebensmittel, welche von anderen weggeschmissen werden, wären für andere überlebensnotwendig.
  • Daher kannst du einerseits versuchen, Apps wie „too good to go“ zu bewerben, andererseits, um einen „offiziellen, freiwilligen Job“ zu machen, bei der österreichischen Tafel oder beim Österreichischen Roten Kreuz aushelfen. Bei der Tafel werden nicht nur Personen benötigt, welche das Essen ausgeben, sondern auch jene, die das Essen zur Verfügung stellen. Solltest du also einmal zu viel eingekauft haben oder auf Urlaub fahren und der Kühlschrank ist noch voll – dann ist dies wohl die Gelegenheit sich sozial zu engagieren und das Essen anderen zu spenden.

Nun denkst du dir aber vielleicht, „alles schön und gut, aber wie soll ich denn zu Angeboten kommen?“ Die Antwort auf diese Frage haben wir natürlich für dich zusammengefasst!


Wo finde ich einen „freiwilligen Job“, der mir entspricht?

Das Finden ist leichter als gedacht – gerade in der Stadt finden sich leicht Jobs, welche man freiwillig ausübt! Kommst du vom Land und willst dich engagieren, dann ist das natürlich auch kein Problem!

In jeder Stadt kannst du nach kurzem „googeln“ Einträge finden, wo es gerade welche Ehrenämter zu vergeben gibt. Oft werden Ehrenämter für verschiedene Teile eines Bundeslands ausgeschrieben, somit können auch Personen von ländlicheren Gegenden einer Tätigkeit nachkommen, die interessant ist!

Gerade in Zeiten der sozialen Netzwerke findest du auch auf Facebook, Studo (für Student*innen), Willhaben und anderen Plattformen Ehrenämter jeglicher Art. Wie schon erwähnt, solltest du nach deinem Interesse gehen und dementsprechend nach Gruppen suchen.

Studentenjobs für den guten Zweck

Als Student*in bietet auch die Uni eine gute Plattform für soziales Engagement. Einerseits kannst du zum Beispiel „Buddy“ für einen Erasmus-Studenten*in werden und ihm oder ihr zeigen, wo die „hot spots“ deiner Uni-Stadt sind und was es an der Uni zu beachten gibt. Wie du ein Buddy wird’s erfährst du entweder bei „Auslands- und Stipendienmessen“ an deiner Uni oder im Internet. Meist gibt es eine Frist zu beachten, bis zu welcher du dich als Buddy melden kannst. (zum Beispiel: esn.htu Graz)

Andererseits kannst du auch das „Tandem“-System nutzen. Bei diesem lernst du jemanden deine Muttersprache und im Gegenzug lernst du die Muttersprache deines Gegenübers! Dies kannst du übrigens auch als „Nicht-Student*in“ in Anspruch nehmen. Einerseits gibt es Apps (tandem app), andererseits, bieten Sprachinstitute, wie „treffpunkt sprachen“ in Graz, die Möglichkeit dich zu registrieren und jemanden zum Lernen und Lehren einer Sprache finden.


Internationale Ehrenämter – ab in’s Abenteuer!

Neben all den bereits aufgezählten Möglichkeiten, welche leicht mit dem Studium, der Arbeit oder der Schule, zu vereinbaren sind, gibt es aber natürlich auch „aufwändigere“ Ehrenämter. Ein Volontariat im Ausland beispielsweise. Längere Freiwilligendienste im Ausland, je nachdem wohin du gerne möchtest, sind über verschiedenste Organisationen möglich. Innerhalb von Europa bietet sich an, über „European Solidarity Corps“ ein paar Monate (bis maximal 12 Monate) einer freiwilligen Tätigkeit nachzugehen. (Mehr Infos unter: https://europa.eu/youth/solidarity_de, https://eacea.ec.europa.eu/sites/european-solidarity-corps_de). Willst du aber für ein Jahr Indien oder Afrika entdecken und dich engagieren ist zum Beispiel „Volontariat bewegt“ die richtige Organisation für dich. Neben den erwähnten Möglichkeiten gibt es aber noch viele weitere Gruppen, welche freiwilligen Einsätze in der ganzen Welt ermöglichen. Um alle wirklich kennenzulernen macht es daher Sinn, zum Beispiel die „BeSt“ Messe zu besuchen oder andere Messen, wo sich diese Organisationen vorstellen.

… oder doch „zu Hause“ bleiben.

Auch im Inland gibt es längerfristige, freiwillige Jobs. Das „freiwillige Rote Kreuz“ (wie bereits erwähnt) oder „Samariterbund“ bieten hierfür gute Gelegenheiten.

Auch bei der Freiwillige Feuerwehr oder der Jugendfeuerwehr hast du die Möglichkeit, dich sozial zu engagieren. Gerade für Personen, welche vom Land sind, eine tolle Gelegenheit. In kleineren Ortschaften ist es meist kein Problem, der „FF“ beizutreten – einfach mal vorbeischauen oder mit jemanden sprechen, der bereits dabei ist, um Tipps fürs Anfangen bei der „Freiwilligen Feuerwehr“ zu bekommen. Aber auch in der Stadt ist es kein Problem bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv zu sein – je nachdem in welcher Stadt du bist, findest du bestimmt eine Webseite, wenn du nach ihnen suchst und einen Kontakt, wo du dich melden kannst. Dort erfährst du auch genauer, welche Arbeiten es zu tun gibt und wie du dich engagieren kannst. Die Freiwillige Feuerwehr wird hier bei „längerfristigen“ Möglichkeiten genannt, da du natürlich Übungen usw. mitmachen musst, um fit für den Einsatz zu sein!


Aber WARUM das Ganze?

Wie der Titel dieses Blogbeitrages wahrscheinlich schon verraten hat, kannst du mit sozialem Engagement deinen Lebenslauf auf einfachen Weg mehr „Pepp“ verleihen.

Bei einer Bewerbung kannst du bestimmt damit punkten, dass du bereits Erfahrungen in verschiedensten Bereichen gesammelt hast und deinen Horizont damit erweitern konntest. Außerdem hast du durch die freiwillige Arbeit einen ganz anderen Blick auf Menschen bekommen, mit welchen du auf anderem Wege vielleicht gar nicht in Kontakt gekommen wärst. Dies hilft auch sicher bei einer Bewerbung, da du nun sagen kannst, Probleme von mehreren Blickwinkeln betrachten zu können. Der ein oder andere freiwillige Job lässt dich bestimmt auch deinen Geduldsfaden verlängern, da nicht immer alles, was du planst von Anfang an einwandfrei klappen wird. Aber genau diese Erfahrungen machen aus dir eine Person mit wichtigen „Social Skills“.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Punkte:
Bevor du dir eine Stelle für freiwillige Arbeit suchst, solltest du dir überlegen, in welchem Bereich und wann du gerne helfen würdest. Dies hilft dir die Suche etwas einzuschränken. Solltest du nichts geeignetes finden, kannst du ja überlegen, welche Bereiche (Sozial, Kultur, Klima,…) dir sonst noch zusagen würden. Stellen gibt es genug – man muss sie nur finden. Dazu kannst du die im obigen Text angeführten Internetseiten nutzen, oder du siehst dich noch auf der konkreten Webseite deiner gewünschten Organisation (z.B. Caritas, Volkshilfe, Diakonie) um. Auch soziale Netzwerke bieten eine gute Plattform, um freiwilligen Jobs zu finden. Des Weiteren gibt es in den Bundesländern auch immer wieder Freiwilligenmessen, bei welchen du dich informieren kannst und vielleicht deinen „Traum-Freiwilligen-Job“ findest!

Zeit ist Geld? Stimmt in diesem Fall wohl nicht. Freiwilligenarbeit wird nicht bezahlt, aber dafür lernst du von Menschen, kannst dich weiterbilden und deinen Horizont erweitern.
Außerdem kannst du mit einem sozialen Engagement im Lebenslauf punkten und später bei einem Bewerbungsgespräch deine neu erlernten Fähigkeiten („Social Skills“) benennen und erklären, in welchem Kontext du sie einerseits gelernt und verbessert hast, und andererseits inwiefern dir diese im Berufsalltag helfen werden.

Also brich aus, aus deiner Komfortzone. Wage einen neuen Schritt, der dich sicher in vielen Facetten bereichern wird. Selbst wenn du nur an einem Tag in der Woche am Nachmittag Zeit hast – besser als nichts! Egal woher du bist, irgendwo gibt es bestimmt jemanden, der Hilfe benötigt und sich über deine freuen würde.

Das Team von kärntnerjobs.at wünscht viel Spaß beim Sammeln von Social Skills!

Blogbeitrag von Nina Leimlehner

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