Was macht ein*e Mathematiker*in?

Die Entwicklung von mathematischen Verfahren und Techniken gehören zum Beschäftigungsfeld von Mathematiker*innen. Dabei befassen sie sich entweder mit der Findung von neuen oder der Optimierung von bestehenden Verfahren und Techniken. Diese werden dann als Basis für naturwissenschaftliche Disziplinen und Forschungen herangezogen, wie z.B. der Medizin, der Biologie oder der Astronomie.

Was macht ein*e Mathematiker*in?

Berufsbild Mathematiker*in

Mathematiker*innen beschäftigen sich mit der mathematischen Analyse, Berechnung und Beschreibung von wissenschaftlichen, technischen oder wirtschaftlichen Problemen.

Zu den angewandten Methoden zählen Algebra, Differenzial- und Integralrechnung, die Wahrscheinlichkeitsrechnung oder der Statistik. Die Berechnungen werden heutzutage größtenteils mit Computern und speziellen Softwareprogrammen durchgeführt. Jedoch sind Mathematiker*innen immer die Spezialist*innen in dem von ihnen gewählten Bereich. 

Die beruflichen Tätigkeitsfelder sind vielfältig, da in fast allen Bereichen mathematisches Wissen benötigt wird. Vor allem in der Technik, Medizin, Industrie, Informationstechnologie, Banken und Börsen oder Versicherungen werden Menschen mit sehr guten mathematischen Kenntnissen gebraucht.
Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen der Mathematik per se und der angewandten Mathematik. Die Mathematik wird vor allem als Grundlage für Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften benötigt und beschäftigt sich eher mit der Theorie. Die angewandte Mathematik ist ein Teilgebiet der Mathematik und beschäftigt sich vor allem mit mathematischen Methoden und der Anwendung zur Problemlösung. 


Die Aufgaben von Mathematiker*innen

Die Aufgaben von Mathematiker*innen unterscheiden sich durch das Tätigkeitsfeld und auch in der Art der Ausübung. So gibt es bestimmte Tätigkeiten in der Lehre und Forschung und wiederrum andere Tätigkeiten in der angewandten Mathematik. 

Tätigkeitsfelder in der Lehre und Forschung:

  • Mathematische Grundlagenforschung
  • Entwicklung von allgemein gültigen mathematischen Methoden und Verfahren
  • Betreuung von Studierenden sowie Lehrtätigkeiten

Tätigkeitsfelder in der angewandten Mathematik:

  • Beschreibung, Analyse und Formulierung von praktischen Aufgabenstellungen
  • Entwicklung von mathematischen Modellen in Bezug auf die o.a. Aufgaben
  • Durchführung des Modells und Berechnungen zur Lösungsgewinnung
  • Erarbeitung von optimalen Lösungen mit Hilfe der Verfahren und Modelle
  • Programmierung und Bedienung von Programmen und Datenverarbeitungsanlagen
  • Entwicklung von mathematischen Softwareprogrammen
  • Interpretation, Auswertung, und Darstellung von errechneten Resultaten und Lösungen

Die Anforderung für beide Tätigkeitsbereiche sind ganz klar ausgezeichnete mathematische Fähigkeiten und ein analytisches Denkvermögen.


Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Mathematiker*innen haben zumeist schon seit dem Beginn der schulischen Ausbildung ein Faible für Zahlen und Daten. Die Absolvierung eines Studiums ist daher für diese Personen nicht verpflichtend, aber wichtig, um Wissen zu Strukturen und Arbeitsweisen zu erlernen. 

Das Fach Mathematik begleitet einen jede*n Österreicher*in der gesamten Pflichtschule entlang sowie auch in den weiterführenden höheren Schulstufen. 

Für Student*innen gibt es in der Mathematik verschiedene Vertiefungen. Zumeist wird ein Bachelorstudium in der allgemeinen Mathematik abgeschlossen, bevor eine Spezialisierung, wie z.B. Wirtschaftsmathematik, Technische Mathematik oder Industriemathematik, als Masterstudium gewählt wird. 

Zudem gibt es aufgrund der Internationalisierung von Forschungsabwicklungen und der Interdisziplinarität der Arbeitsbereiche genügend Weiterbildungsangebote, vor allem im Bereich der Datenanalyse oder in Form von branchenbezogenen Zusatzqualifikationen. 


Das Gehalt von Mathematiker*innen

Das Einstiegsgehalt von Mathematiker*innen liegt in Österreich lt. Kollektivvertrag zwischen € 2.400,- und € 3.000,- brutto pro Monat. Die tatsächliche Höhe hängt dabei sehr stark vom jeweiligen Tätigkeitsbereich, der Branche, dem Einsatzgebiet und dem Bildungsniveau ab. Im Angestelltenverhältnis steht es dem*der Arbeitgeber*in natürlich frei, eine Überzahlung je nach Qualifikation zu leisten.

 

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