Was macht ein*e Maurer*in?

Maurer*innen errichten Bauwerke und Bauwerksteile wie beispielsweise Wohn- und Bürogebäude, Straßen, Brücken-, und Tunnelanlagen, Kanalschächte, Industriebauten oder Kanal- und Entwässerungsanlagen. Außerdem sind sie für Wärmedämmung und für das Verputzen von Wänden zuständig. Zu ihren Aufgaben zählen auch Reparatur-, Restaurierungs- und Umbauarbeiten an Bauwerksteilen. MaurerInnen arbeiten in Betrieben des Baugewerbes: Hochbau, Tiefbau, Wasserbau.

Was macht ein*e Maurer*in?

Berufsbild Maurer*in

Für diese Tätigkeiten verwenden Maurer*innen verschiedene Baumaterialien und verfügen dementsprechend über fundierte Material- und Fachkenntnisse. Um vorschriftgemäß bei Hoch- und Tiefbauten mitwirken zu können, unterstützen die Arbeiter*innen bereits bei der Konzeptionsphase das gesamte Baustellenteam. Somit zählen auch die Planung und Vermessung, das Vorbereiten der Baustelle sowie Verfügung stellen der benötigten Maschinen zu deren Verantwortungsbereiche. Unter Einhaltung verschiedener Sicherheitsmaßnahmen führen Maurer*innen Qualitätskontrollen durch und verantworten darüber hinaus den Sanierungs- und Umbaubereich, diverse Instandhaltungsarbeiten und die direkte Kundenbetreuung und -beratung.

Die Maurer*innen arbeiten auf Baustellen meist in größeren Bautrupps nach den Plänen und Angaben von Baumeister*innen, Bautechniker*innen.


Die Aufgaben von Maurer*innen

Die Aufgaben unterscheiden sich bei diesem Beruf je nach Einsatzbereich, Branche und den gesamten Leistungsumfang des Arbeitgebers. Beispielsweise ist es davon abhängig, ob das Unternehmen im Hoch- oder Tiefbau tätig ist. Deshalb zählen wir hier nur ein paar grundlegende Tätigkeiten von Maurer*innen auf.

  • Vermessung, Planung und Kalkulation der Bauprojekte
  • Direkte Kundenbetreuung
  • Vorbereitung und Ausstattung der Baustellen
  • Arbeit mit unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise Ziegel, Beton, Fertigbauteilen usw.
  • Sanierung, Instandhaltung, Reparaturarbeiten und Umbauten
  • Qualitäts- und Sicherheitskontrollen
  • Pläne konzeptionieren und umsetzen
  • Strengstes Einhalten der Sicherheitsvorschriften und Sicherstellung
  • Bedienen verschiedener Maschinen
  • Ansprechpartner für Materialauskünfte

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Die Ausbildung zum/zur Maurer*in kann nur mehr bis 31. Dezember 2022 begonnen werden. Danach wird dieser Beruf in den Hochbau integriert. Diese Lehrausbildung zum/zur Hochbauer*in besteht bereits seit 1. Jänner 2020 möglich.

Unter Hochbau sind Gebäuden und Bauten zu verstehen, die sich größtenteils über der Erdoberfläche befinden (Wohnhäuser, Schulen, Bürogebäude, Industriegebäude). Der Tiefbau wiederum kennzeichnet die Bauten direkt auf und unter der Erdoberfläche (Straßen, Tunnel, Kanäle, U-Bahnanlagen). 

Wichtige Ausbildungsinhalte:

  • Bautechnik - Hochbau
  • Fundamentbau
  • Mauerwerkbau
  • Arbeitsvorbereitung
  • Mörtel- und Betonmischen
  • Werkstoff- und Materialienkunde
  • Maschinen-, Geräte- und Anlagenkunde
  • Dämmen und Isolieren
  • Estrichbau, Deckenbau

Neben einer Lehrausbildung können auch mittlere und höhere berufsbildende Schulen (insbesondere HTL) absolviert werden, die einen erfolgreichen Start in den Hochbau und Tiefbau ermöglichen.

Die Karrierechancen von Maurer*innen bzw. Hoch und Tiefbautechniker*innen stehen sehr gut, da durch den Bevölkerungszuwachs laufend neue Bauwerke errichtet, saniert und umgebaut werden. Mit Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten können sich die Arbeiter*innen schnell auf einen Fachbereich spezialisieren und agieren als qualifizierte Facharbeiter*innen. Zu erwähnen ist jedoch, dass es sich hier um einen Beruf handelt, der mit starker körperlicher Belastung und auch als kräftezehrende Arbeit betitelt werden kann. Gesundheitliche Probleme, bereits in jungen Jahren, können nicht ausgeschlossen werden, weshalb dann auch ein Wechsel in beispielsweise den planerischen Bereich Sinn machen kann. Diese Eventualitäten sollten die Jobanwärter*innen im Voraus durchdenken.


Das Gehalt von Maurer*innen

Maurer*innen verdienen in Österreich bei Einstieg nach abgeschlossener Ausbildung laut Kollektivvertrag ein Bruttogehalt ab durchschnittlich ca. €  2.500,- pro Monat. Die Höhe richtet sich dabei nach Ausbildungsniveau und kann zusätzlich durch unterschiedliche Zulagen (z.B. Gefahren- oder Schmutzzulage) höher ausfallen. Im Angestelltenverhältnis steht es dem*der Arbeitgeber*in natürlich frei, eine Überzahlung je nach Qualifikation zu leisten.

 

Weitere News