Was macht ein*e Redakteur*in?

Redakteur*innen sind für die inhaltliche Gestaltung von Zeitungen, Zeitschriften, Sendungen oder ähnlichem zuständig, je nach Aufgabengebiet und Unternehmen. Sie arbeiten somit zumeist bei Printmedien, Nachrichtenagenturen, beim Hörfunk oder beim Fernsehen.

Was macht ein*e Redakteur*in?

Berufsbild Redakteur*in

Das Aufgabengebiet von Redakteur*innen ist je nach Unternehmen und Tätigkeitsfeld unterschiedlich. Zumeist sind sie jedoch für die Gestaltung der Themenwahl, dem Redigieren der Arbeiten ihrer*seiner Mitarbeiter*innen und dem Verfassen von Beiträgen zuständig. Sie bereiten somit alle Informationen und Beiträge mediengerecht auf, organisieren und koordinieren alle Arbeitsschritte und besprechen diese mit der Produktion. Redakteur*innen arbeiten sehr eng im Team mit den Medienfachleuten zusammen, die je nach Branche aus Marketing-Mitarbeiter*innen, Journalist*innen, Grafiker*innen, Kameraleuten, Tontechniker*innen etc. bestehen.

Worin unterscheidet sich ein*e Redakteur*in von einer*einem Journalistin * Journalisten?

Redakteur*innen sind Journalist*innen mit einer zertifizierten Ausbildung für ihren Beruf. Redakteur*innen sind zumeist fest angestellt und beziehen fixe Gehälter. Durch den Boom an Social-Media und neuen Kommunikationskanälen gibt es aber auch immer öfter freie Redakteur*innen, die auf selbstständiger Basis agieren. Diese sind jedoch für das jeweilige Aufgabengebiet an die*den Kund*in gebunden und müssen auch hierfür eine Zertifizierung vorweisen können.


Die Aufgaben von Redakteur*innen

Das Anstellungsverhältnis von Redakteur*innen kann je nach Branche und Bereich variieren. Bekannt sind vor allem die Anstellungsverhältnisse bei Presseagenturen, Verlagsagenturen, Nachrichtenagenturen, sowie Rundfunk- und Fernsehanstalten.

Redakteur*innen entscheiden über die Themenauswahl und in welcher Form und in welchem Umfang die Beiträge gestaltet und präsentiert werden. Dafür führen sie oft Interviews mit Personen und / oder der Öffentlichkeit und besuchen Veranstaltungen des öffentlichen Lebens.

Zudem liegt in ihrem Aufgabenbereich die Redigierung von Beiträgen der  Journalist*innen und anderer Mitarbeiter*innen, die Zusammenstellung von eben diesen, die Auswahl von Fotos und Bildmaterialien und die Besprechung der zu produzierenden Ausgaben in den sogenannten Redaktionssitzungen. Gelegentlich schreiben sie auch selbst Berichte, Kommentare und Leitartikel.

Je nach Aufgabengebiet und Medium variieren die Aufgaben von Redakteur*innen natürlich stark. Die grundlegenden Tätigkeiten sind:

  • Recherche der Medieninhalte
  • Aufbereitung von Inhalten für die Veröffentlichung
  • Führen von Interviews 
  • Mitgestaltung und Einhaltung des Redaktionsplans
  • Kund*innenberatung
  • Zusammenarbeit mit PR-Leuten, Medienfachleuten etc.

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Für den Beruf als Redakteur*in ist in der Regel ein abgeschlossenes Studium z. B. in Publizistik, Kommunikationswissenschaften, Germanistik oder Politikwissenschaften erforderlich.

Der Verband Österreichischer Zeitungen und die Journalistengewerkschaft haben festgelegt, dass sich in Zukunft nur diejenigen Personen Redakteur*in nennen dürfen, die eine facheinschlägige Ausbildung vorweisen können, wie z. B. den Abschluss des Österreichische Journalisten Kollegs. 

Wichtige Ausbildungsinhalte sind generell:

  • Publizistik und Kommunikationswissenschaft
  • Kulturwissenschaften
  • Journalismus
  • Redaktion
  • Druck- und Verlagswesen
  • Datenbanken und Archive

Für den Beruf Redakteur*in gibt es zudem viele Spezialisierungen, etwa nach Themenschwerpunkt, Aktualität, Regionalität oder Sparten. Die bekanntesten sind:

  • Nachrichtenredakteur*in
  • Innen- oder Außenpolitikredakteur*in
  • Lokal- oder Regionalredakteur*in
  • Wirtschaftsredakteur*in
  • Sportredakteur*in
  • Wissenschaftsredakteur*in
  • Kulturredakteur*in
  • Theaterredakteur*in
  • Musikredakteur*in

Das Gehalt von Redakteur*innen

Redakteur*innen verdienen in Österreich bei Einstieg laut Kollektivvertrag ein Bruttogehalt ab durchschnittlich ca. € 2.100,- pro Monat. Die tatsächliche Höhe hängt dabei sehr stark vom jeweiligen Medium und Bildungsniveau ab und kann durch weitere Zulagen (z.B. für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste) deutlich höher ausfallen. Im Angestelltenverhältnis steht es dem*der Arbeitgeber*in natürlich frei, eine Überzahlung je nach Qualifikation zu leisten.

 

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