Umwelttechniker*in: Ein Job für eine bessere Welt

Die globale Klimakrise ist in aller Munde. Immer mehr Menschen hören die Rufe der Wissenschaftler*innen, die seit Jahrzehnten davor warnen, dass sich unser Planet dramatisch erhitzen wird, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Einige davon schlagen deshalb vermehrt Karrieren ein, die sich mit Umweltschutz beschäftigen. Umweltschutz und Technik - das sind zwei Bereiche, die nicht immer Hand in Hand gehen. Um diese Brücke zu schlagen, gibt es Umwelttechniker*innen. Mit ihrem technischen Know-how gehören sie zu den Wächter*innen des Umweltschutzes. Wir haben zusammengefasst, was den Beruf für dich interessant macht.

Umwelttechniker*in: Ein Job für eine bessere Welt

Was macht ein*e Umwelttechniker*in?

Umwelttechniker*innen analysieren, messen und zu prüfen. Sie untersuchen Schadstoffemissionen und die Verschmutzung von Boden, Luft und Wasser. Fachkräfte der Umwelttechnik wissen genau, wie sich bestimmte Materialien wie Baustoffe und Chemikalien auf die Umwelt auswirken. Sie sorgen dafür, dass Firmen behutsam im Verbrauch von Energie und Ressourcen umgehen.

Zusammengefasst: Die Umwelttechnik ist für den Erhalt von Ökosystemen zuständig. Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel innovatives Denkvermögen erfordert.

In Unternehmen sorgen Umwelttechniker*innen dafür, dass Produktionsabläufe "sauberer" werden. Sie berechnen, wie deren Energie- oder Rohstoffverbrauch eingespart werden kann. Die Techniker*innen helfen auch dabei, Prozesse so zu optimieren, dass dabei ein möglichst geringer Schaden für die Natur entsteht. Dabei stehen sie auch mit Behörden und Anrainer*innen in Kontakt.

Die Spezialist*innen tragen viel Verantwortung, weil sie an der Schnittstelle zwischen Ökologie und Ökonomie agieren. Zum einen vertreten sie die Interessen von Firmen, bei denen oft der Profit im Vordergrund steht. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass sich gerade diese Firmen am Erhalt unserer Umwelt beteiligen. Neben den technischen Kenntnissen sind daher auch Fingerspitzengefühl bei der Beratung sowie ein gutes Durchsetzungsvermögen gegenüber Vorgesetzten gefragt. In jedem Fall sind die Tätigkeitsbereiche in der Umwelttechnik vielfältig - langweilig wird es in diesem Beruf jedenfalls nicht.


Die typischen Aufgaben in der Umwelttechnik:

  • Konzeption umwelttechnischer Produktionsverfahren
  • Umwelttechnische Analysen und Messungen
  • Erstellung von Gutachten und Auflagen
  • Planung von Recycling-Maßnahmen
  • Kommunikation und Beratung der Unternehmen, Behörden und Interessensvertretungen wie Anrainer*innen

Wie werde ich Umwelttechniker*in?

Um Umwelttechniker*in zu werden, ist grundlegendes technisches und naturwissenschaftliches Interesse und Talent gefragt. Vor allem sollten Aspirant*innen Freude und Gespür an MINT-Fächern wie Mathematik, Chemie, Physik und Biologie empfinden. Auch analytisches Denkvermögen ist besonders wichtig.

Der Beruf erfordert zumindest ein Bachelorstudium, Interessent*innen brauchen also einen Schulabschluss, der zum Besuch einer Hochschule qualifiziert. In Österreich gibt es bereits einen Ausbildungszweig Umwelttechnik zur Matura, an der HTL Mödling und HLUW Yspertal. Die akademische Landschaft in Österreich bietet vielerlei Studiengänge, die im Bereich Umwelttechnik angesiedelt sind. Wir haben dir eine Auswahl zusammengestellt:

  • TU Wien: Umweltingenieurswesen
  • FH Innsbruck: Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik
  • FH Oberösterreich: Bio- und Umwelttechnik
  • Montanuni Leoben: Industrielle Umwelt- und Verfahrenstechnik

Aufbauend auf die Bachelorstudiengänge können an einigen Fachhochschulen und Universitäten auch Master- und Doktorratsstudien absolviert werden.


Welche Karrierechancen bietet mir die Ausbildung?

Da sich immer mehr internationale wie regionale Unternehmen um Nachhaltigkeit und Energie-Management bemühen, ist der Beruf am Markt sehr gefragt.

Besonders Unternehmen, die sich ausgiebig mit ihren Emissionen beschäftigen müssen, benötigen ein hoch qualifiziertes Umweltschutz-Team. Dazu zählt zum Beispiel die Erdöl- oder Textilindustrie. Weiters sind Umwelttechniker*innen in der Energiebranche, bei chemischen Instituten, in der Baustoff- und Papierindustrie sowie im öffentlichen Dienst oder bei Umweltschutzvereinen tätig.

Immer wichtiger wird das Thema Umweltinformatik:

Dieser Bereich erfordert Spezialist*innen, die auch zur Entwicklung von Software-Lösungen zur Analyse und Messung von Schadstoffen und Emissionen beitragen können. Hierzu bestehen gewisse Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel zum "Data Scientist". Wer innerhalb der Branche auf einen Zukunftsjob mit Perspektive setzen möchte, sollte also bereits im Studium die eigenen IT-Fähigkeiten schulen.

Umwelttechniker*innen machen sich auch oft selbständig. Dann sind sie meistens in beratender Funktion als Gutachter*in oder im Consulting aktiv. Hinsichtlich des Berufsweges stehen in diesem Bereich also viele Türen offen.


Was verdient ein*e Umwelttechniker*in?

Das Einstiegsgehalt in der Umwelttechnik ist grundsätzlich von der jeweiligen Ausbildung abhängig. Aktuell liegt es laut AMS bei Vollzeitbeschäftigung zwischen 2.280 und 2.590 Euro brutto. Etablierte Umwelttechniker*innen verdienen im Jahr zwischen 35.000 und 50.000 Euro.

Jobs als Umwelttechniker*in

Umwelttechniker – für eine bessere Welt


UNSER FAZIT FÜR DICH

Die Umwelttechnik ist eine Branche, die sehr viel Verantwortung trägt. Immerhin bist du als Techniker*in aktiv am Erhalt unserer Umwelt beteiligt. Deine Aufgabe ist es, Betrieben mit deinem technischen Sachverständnis und Know-how deutlich zu machen, warum sie nachhaltig und umweltbewusst agieren müssen. Gelingt dir das, wird dich der Job in der Umwelttechnik erfüllen. Vor allem, weil er mit all seinen verschiedenen technischen Bereichen viel Abwechslung und Flexibilität mit sich bringt.

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