Was macht ein*e Buchhalter*in?

Buchhaltung ist ein Lehrberuf und wurde im Jahre 2012 durch den Lehrberuf Finanz- und Rechnungswesenassistenz ersetzt. Buchhalter*innen verschaffen in einem Unternehmen einen Überblick der Finanzen und überwachen alle Geldeingänge und Ausgänge. Die Finanzfachleute sind zudem für die laufenden Aufzeichnungen (Verbuchungen) der Geschäftsvorgänge anhand von Belegen (beispielsweise Rechnungen und Inventuraufzeichnungen) verantwortlich.

Was macht ein*e Buchhalter*in?

Berufsbild Buchhalter*in

Viele Buchhalter*innen übernehmen die Lohn- und Gehaltsverrechnung und sind für die ordnungsgemäße Ablage aller relevanten Unterlagen zuständig (Ablagewesen). Zu den Anforderungen zum Ausüben eines Berufs in der Buchhaltung gehören eine präzise Arbeitsmoral sowie ein logisch-analytisches Denkvermögen. Zuverlässigkeit, Konzentrationsfähigkeit und ein geschickter Umgang mit Zahlen und Kalkulationsaufgaben. Der Tätigkeitsbereich von Buchhalter*innen variiert und ist vom Einsatz der verschiedenen möglichen Abteilungen Personalverrechnung, Bilanzierung, Finanz- und Steuerrecht abhängig.


Die Spezialisierungsmöglichkeiten

  • Anlagenbuchhalter*innen sind eigenverantwortlich für die Verwaltung von Anlagengütern zuständig und führen Quartals- und Jahresabschlüsse durch.
  • Debitorenbuchhalter*innen erfassen und verwalten offene Forderungen eines Unternehmens. 
  • Kreditorenbuchhalter*innen sind auf die Kreditoren- und Anlagenbuchhaltung spezialisiert. Sie führen Buchungen durch, erfassen Bestellungen, prüfen die Projektzuordnung und sind für die Kontenpflege verantwortlich.
  • Bilanzbuchhalter*innen haben wir ihr Fachgebiet eine Bilanzbuchhalterprüfung abzuleisten. Eine Bilanz ist der Abschluss des Rechnungswesens eines Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum in Form einer Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva).
  • Personalverrechner*innen tragen die Verantwortung über die Abrechnung und Auszahlung von Löhnen und Gehälter der angestellten Mitarbeiter*innen. Ebenso berechnen sie Personalabgaben und führen diese ab.

Die Aufgaben von Buchhalter*innen

  • Erfassen und Kontrolle aller Daten für die Buchführung und für die Lohn- und Gehaltsverrechnung
  • Buchführungsarbeiten durchführen
  • Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse vorbereiten für den Steuerberater
  • Mitarbeit bei Bilanzierungsarbeiten
  • monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen vorbereiten
  • Lohn- und Gehaltsverrechnungen durchführen
  • Inventuren vorbereiten und erstellen
  • Zahlungsverkehr mit Behörden, Post, Geld- und Kreditinstituten abwickeln
  • Akten, Statistiken, Karteien und Dateien anlegen und führen

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

Buchhalter*innen verfügen über eine solide kaufmännische Ausbildung durch beispielsweise eine HAK, HBLA o.ä. oder eine abgeschlossene Lehre. 
Es genügt jedoch bereits ein Bilanzbuchhaltungskurs oder Praxiserfahrung in einem ähnlichen Bereich vorzuweisen, um einen Job in der Buchhaltung entsprechend ausüben zu können. Ein betriebs- oder wirtschaftswissenschaftliches Studium verschafft dir einen Karrierekick nach oben, in dem innerhalb der Finanzbranche mögliche Führungspositionen eingenommen werden können. 

Es besteht als Buchhalter*in die Verpflichtung jährlich 15 Einheiten an facheinschlägiger Weiterbildung nachzuweisen. Die Kontrolle erfolgt durch die Bilanzbuchhaltungsbehörde. 

Buchhalter*innen sind lt. Bilanzbuchhaltungsgesetz gesetzliches Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich. Die Angestellten einer Buchhaltung sind gesetzlich verpflichtet, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen. Die Versicherungssumme muss mindestens € 72.673,- für jeden einzelnen Versicherungsfall betragen.


Das Gehalt von Buchhalter*innen

Buchhalter*innen verdienen in Österreich einen Durchschnittsgehalt von € 3.383,- brutto pro Monat. Es liegt im Ermessen des Arbeitgebers, ob eine Überzahlung je nach Qualifikation und Berufserfahrung in Betracht gezogen wird oder nicht.

 

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