Gefährliche Hobbys im Lebenslauf erwähnen?

Mit einem Leben am Limit, das von Adrenalin und Abenteuer geprägt ist, ist das Konzept der Ruhe auf der Couch für dich ein Fremdwort. Deine Freizeit verbringst du lieber damit, aus Flugzeugen zu springen oder waghalsige Abfahrten die Steilhänge hinabzufegen. Base Jumpen, Speed Gliding, Free Riding, Eisklettern, Fallschirmspringen und Freitauchen sind nicht nur Aktivitäten für dich, sondern Leidenschaften, die deine Seele erfüllen. Doch während diese Hobbys deinen Puls in die Höhe treiben, stellt sich eine entscheidende Frage: Solltest du sie in deinem Lebenslauf erwähnen, oder könnten sie potenzielle Arbeitgeber abschrecken? In diesem Artikel erfährst du, wie du mit gefährlichen Hobbys im Lebenslauf umgehen solltest, während du weiterhin deiner Leidenschaft für das Extreme nachgehst.

Gefährliche Hobbys im Lebenslauf?

Kategorie: Bewerbungstipps | Lesedauer: 03 min | veröffentlicht am 24. Mai 2024
Zielgruppe: Bewerber:innen
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Adrenalinkick im Lebenslauf: Wie gefährliche Hobbys deine Karriere beeinflussen können

Fast sitzt er, der Lebenslauf. Jeder Abschnitt wurde akribisch durchdacht, jede Formulierung sorgfältig abgewogen, um den perfekten Eindruck zu hinterlassen. Doch dann stolperst du über den Abschnitt über deine Hobbys – und plötzlich tauchen Zweifel auf. Welche deiner Leidenschaften solltest du hier preisgeben? Könnte die falsche Wahl dir den Weg zu deinem Traumjob versperren? Die Frage, ob du deine gefährlichen Lieblingsbeschäftigungen offenlegen oder lieber verschweigen solltest, wirft ein großes Fragezeichen auf. In diesem Artikel erfährst du, wie sich deine Entscheidung über die Erwähnung von Extremsportarten und Abenteueraktivitäten in deinem Lebenslauf auf deine berufliche Zukunft auswirken kann.


Hobbys im Lebenslauf

!Wichtig!

Schreibe als Überschrift immer HOBBYS und niemals HOBBIES. Im Deutschen wird die Mehrzahl ebenfalls mit einem Y geschrieben. Orthografische Korrektheit ist Grundvoraussetzung im Lebenslauf.

Hobbys sind der letzte Punkt in deinem Lebenslauf. Es handelt sich hier um eine freiwillige Angabe. Das heißt, du könntest diesen Punkt auch einfach weglassen. Allerdings können Hobbys deinen Charakter greifbarer machen und lassen Rückschlüsse auf Soft Skills zu. Deshalb sind sie bei Personalverantwortlichen prinzipiell gern gesehen.


Was sind gefährliche Hobbys?

  • Motorrad fahren
  • Base Jumpen
  • Fallschirmspringen
  • Eisklettern
  • Speed Gliden
  • Wing Suiten
  • Free Diven
  • Kampfsport
  • Kitesurfen
  • High Linen
  • Cliff Diven
Was gilt als gefährliches Hobby?

Sollte man gefährliche Hobbys im Lebenslauf erwähnen?

Vorteile

Ob du deine gefährlichen Hobbys im Lebenslauf erwähnen oder eher aussparen solltest, hängt von der Branche und dem Unternehmen ab. 

Einerseits zeugen gefährliche Hobbys von hoher Risikobereitschaft und Dynamik – und das ist in manchen Jobs und Branchen gern gesehen. Bewirbst du dich in einem gefährlichen Job, wie zum Beispiel beim Industrieklettern oder Dachdecken, sind gefährliche Hobbys kein Hindernis. 

Auch Berufe wie Management oder Unternehmensberatung erfordern eine gewisse Risikobereitschaft. Bewirbst du dich für so eine Stelle, ist es jedoch vom Personalverantwortlichen abhängig, wie er deine gefährlichen Hobbys bewertet. 

Nachteile

In Branchen, die ein hohes Maß an Sicherheit und Struktur voraussetzen, kommen gefährliche Hobbys nicht gut an – sie stehen diesen Voraussetzungen entgegen. Bewirbst du dich als Steuerberater:in, Leherer:in oder Buchhalter:in empfiehlt es sich also, die gefährlichsten Hobbys auszusparen.

Ein weiterer Nachteil der Auflistung deiner gefährlichen Hobbys im Lebenslauf ist, dass Unternehmer:innen von mehr Ausfällen und Krankenständen ausgehen müssen. Die Verletzungsgefahr deiner Freizeitbeschäftigungen ist dermaßen hoch, dass es – aufs Jahr gesehen – mehr Krankenstände geben wird.

Ein weiterer Aspekt: Personalverantwortliche könnten denken, dass du, anstatt montags in aller Frische zurück an den Arbeitsplatz zu kommen, eher ausgelaugt und müde in deine Woche starten wirst.


Darf man bei Hobbys im Lebenslauf lügen?

Lügen ist eine Sache – schweigen eine andere.

Hobbys zu erfinden, denen du gar nicht wirklich nachgehst, ist keine gute Idee. Personalverantwortliche könnten dich beim Vorstellungsgespräch danach fragen. Wenn du keine souveränen Antworten parat hast, fliegst du als Hochstapler:in auf und bist raus. 

Hobbys wegzulassen, ist nicht per se lügen. Solltest gefährlichen Hobbys nachgehen, hast du bestimmt auch weniger schweißtreibende Interessen, die du stattdessen im Lebenslauf angeben kannst.

Tipp:

Im Idealfall erwähnst du im Lebenslauf Hobbys, die zu deiner angestrebten Stelle passen. Vor allem solche, die Soft Skills voraussetzen, die dich auch im Berufsleben voranbringen, sind bei Personalverantwortlichen besonders beliebt.

FAQs zum Thema

FAQs zum Thema

1. Frage:

Was sind gefährliche Hobbys?

Antwort: Zu gefährlichen Hobbys zählen Motorradfahren, Kampfsport, Eisklettern, Fallschirmspringen, Base Jumpen, High Linen, Kite Surfen, Speed Gliden, Wing Suiten und Cliff Diven.

2. Frage:

Sollte man gefährliche Hobbys im Lebenslauf erwähnen?

Antwort: Ob man gefährliche Hobbys im Lebenslauf erwähnen sollte, ist bis zu einem gewissen Grad branchenabhängig. In besonders risikofreudigen Jobs kann es durchaus ein Pluspunkt sein, da es von hoher Risikobereitschaft und Dynamik zeugt. In den meisten Jobs überwiegt allerdings der Aspekt, dass man öfter ausfallen könnte. Um sicher zu gehen, sparst du deine gefährlichen Hobbys also eher aus.

3. Frage:

Darf man bei Hobbys im Lebenslauf lügen?

Antwort: Lügen nein, schweigen ja.

4. Frage:

Welche Hobbys sollte man im Lebenslauf erwähnen?

Antwort: Erwähne im Lebenslauf vor allem jene Hobbys, die zur angestrebten Stelle passen und Soft Skills fördern, die dir im Berufsleben weiterhelfen werden.

Wir fassen zusammen

Es bleibt festzuhalten, dass es in den meisten Fällen ratsam ist, gefährliche Hobbys im Lebenslauf zu umgehen. Es sei denn, du bewirbst dich für Positionen, die explizit eine außergewöhnliche Risikobereitschaft erfordern, wie beispielsweise Extremsportlehrer oder Stuntman. Deine Freizeitaktivitäten sind zweifellos deine eigene Angelegenheit, und wenn der Adrenalinkick dein Lebenselixier ist, solltest du ihn unbedingt ausleben. Allerdings ist es wichtig zu bedenken, dass Personalverantwortliche dich in erster Linie als zuverlässige und engagierte Arbeitskraft wahrnehmen sollten, die dazu beiträgt, die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Deshalb ist es keine Frage der Lüge, sondern der strategischen Entscheidung, die gefährlichsten Hobbys sicherheitshalber aus deinem Lebenslauf herauszulassen. Auf diese Weise kannst du sicherstellen, dass du im Wettbewerb um deinen Traumjob die bestmöglichen Chancen hast.

 

Maria Schätzer, BA

Nach ausgedehnten Weltreisen und einer Yogaausbildung in Indien habe ich mit Mitte 20 mein Germanistik-Studium abgeschlossen und hatte einen Traum: das Schreiben zum Beruf zu machen. Mit den Jahren wuchsen meine selbstständigen Projekte, während ich mein Angestelltendasein immer weiter zurückschrauben konnte. Heute arbeite ich vollkommen selbstständig als Yogalehrerin und Autorin. Ich setze Biografien für Klienten um, schreibe Werbetexte und blogge. Diese Tätigkeiten erlauben es mir, weitestgehend ortsunabhängig zu arbeiten. Immer wieder reise ich mit meinem Notebook und hole mir weltweit Inspiration und Input für meine Texte.

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